[LBM2019] Der MesseFreitag – Das Erwachen

Freitag Morgen, irgendwo im tiefsten Berlin gegen 5:30. Der Wecker klingelt um 5:47, schläft. Der Freund schnorchelt vor sich hin. Doch der Frieden täuscht….

Blase: oh Gott, es ist 5:30, aufstehen, los los, Messe, los beweg dich!

Kupfi: Blase, halt die Klappe, wir können noch 15 Minuten schlafen!

Blase: Aber Kaffee, Messe, Bücher! Ich muss nur einmal Boxenstopp, dann können wir los!

Kupfi: Blase, wann gibst du endlich Ruhe?

Blase: ich kann die Menge des Bodensees loswerden, SOFORT!

Kupfi: is ja gut, ich steh schon auf… seufz….

Also gut…. Boxenstop, Kaffee kochen, Freund vom Wecker bewahren, in dem man den Wecker ausstellt, Futterbox und Getränke in die Tasche…. schnell duschen…. oh bessere Hälfte doch wach… ok dann erst Kaffee und dann duschen…. Blick auf die Uhr werfen….

Kupfi: PANIK!

Freund: döst weiter mit der Kaffeetase in der Hand, die Ruhe selbst….

Kupfi: panisches Duschen und Tageslichttauglich machen

Freund: döst immer noch mit Kaffee

Kupfi: wo sind meine Socken? *rumhibbel*

Freund: die Ruhe selbst

Kupfi: oh Gott, wo ist die Messeakkredirierung? Der Schlüssel, die Goodies

Freund: bringt Kupfi alles, die Ruhe selbst

Kupfi: Schnappatmung, Socken, Gürtel, Schuhe?

Freund: Die Ruhe selbst…

Kupfi: zieht alles gleichzeitig an… Bessere Hälfte umknuddeln…. Taschen schnappen…

Freund: lächelt, lässt alles über sich ergehen…

Kupfi: flitzt zum Bus, zum Zug… Doppelter Espresso bestellt… jetzt is Kupfi auch ruhig….

Bis später….

Werbeanzeigen

[LBM2019] Die Vorbereitung

So, in Gedanken geh ich gerade nochmal alle durch: hab ich alle Goodies eingepackt? Liegt die Messeakkredierung mit den wichtigen Unterlagen bereit? In den letzten Tagen habe ich genügend Erfahrungsberichte angeschaut und gelesen, so dass sich die Packlisten der erfahrenen Hassn sich meiner Packliste deckt.

So werde ich am Freitag erstmal beim Ronin Verlag vorbei schauen, da ich mit Jill von Letterhead, Nicci von Trallafitti Books, Philipp von BookWalk und Jule von Miss Foxy Reads für ein Gewinnspiel unterwegs sein darf. Morgen wird es ein extra Beitrag geben.

Ich habe jedenfalls meine Goodies geschnürt und kann euch auch mit süsser Energie versorgen.

Ich freu mich auf die Messe und vor allem auf euch!

[Rezension] Graeme Macrae Burnet – Sein blutiges Projekt

Familiengeschichten haben mich schon immer fasziniert. und so musste auch dieses Buch aus der Bibliothek mit. Das Cover ist düster gehalten, es birgt eine gewisse Unwetterstimmung mit sich.

Schottland, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebt Roderick Maccrae mit seinem Vater – einem armen Bauern – und seiner Schwester in einem kleinen Dorf, und bewirtschaftet einen Bauernhof. Doch das mehr schlecht als Recht. Das merkt auch der Constable, und tyrannisiert die Familie, und unterdrückt diese. Roderick ist frustriert. Der Dorflehrer bietet ihm eine Ausbildung auf einer weiterführenden Schule an, doch Roderick weiß genau, dass dies nicht möglich ist, weil er seinem Vater auf dem Hof helfen muss. Der Constable übt immer mehr Druck auf die Familie aus, der Vater fühlt sich ungerecht behandelt und versucht mit Roddys Hilfe gegen den Constable aufzugebehren. Doch dies verschlimmert die Situation nur noch. Zudem hat seine Schwester eine körperliche Beziehung. Roderick kommt der Gedanke, dass er den Constable töten könnte, und so greift er zur Waffe, und tötet im Affekt den Constable und zwei seiner Familienmitglieder. Das Dorf ist geschockt, und die Justizangestellten und Ärzte versuchen nachzuvollziehen, was einen für damalige Zeiten intelligen jungen Mann dazu bewogen hat, diese Tat zu begehen.

Bei diesem Thriller/Krimi steht nicht die Ermittlung des Täters im Vordergrund, denn dieser ist bereits bekannt. Hier wird eher nach dem warum gefragt. Ein junger Mann, dem dank seines Lehrers eigentlich die Welt ausserhalb seines Dorfes offen gestanden haben, entscheidet sich dafür, seinen Vater zu unterstützen. Er hat sogar einen Schwarm im Dorf, und überlegt sich, ein eigenes Leben aufzubauen. Doch Roderick haftet das seltsame an. In seinen eigenen Gedanken gefangen, nach außen hin schüchtern und still, begeht er eine Tat, die ihm erst keiner zugetraut hätte, und doch halten ihn alle für seltsam genug, es doch zu tun.

Psychologen und andere Ärzte, Justizbeamte und Polizeibeamte versuchen mit den damaligen Mitteln herauszufinden, warum ein junger Mensch so handeln kann. Diese Ermittlungen werden ergänzt durch die Aufzeichnungen Rodericks, ermutigt vom Anwalt schrieb der Angeklagte seine Version und Handlungsmotive nieder.

Diese Geschichte ist sehr düster und bewegt sich in menschlichen Abgründen, die Graeme Macrae Burnet auf den Punkt zusammen fasst. Kein unnötiges Ausschweifen, kein Breittreten unwichtiger Details. Die Stimmung ist düster, und doch bleibt Raum für Empathie. Der Angeklagte möchte seinem Vater die Last des Constables abnehmen, und hofft auf ein besseres Leben. Schonungslos, hart, aber verdammt gut.

[Rezension] Gerit Betram – Die Flöte von Rungholt

Als ich vor einem Weilchen vor der Bibliothek in Tempelhof gewartet habe, bis diese ihre Tore öffnet, habe ich in den Auslagen das Buch „Die Flöte von Rungholt“ entdeckt. Als Nordseefan lockte mich das Buch an, und ich hab es mitgenommen.

Im 14. Jahrhundert wandert Endres durch Norddeutschland als Tolmetsch (heute Dolmetscher) und sucht Arbeit. Doch er ist ist auf der Hut, denn bereits zu dieser Zeit werden Juden verfolgt, und Endres ist Jude. Als er auf Rungholt Arbeit findet, lernt der Levke und ihren Vater kennen. Endres verliebt sich in Levke. Als sich herausstellt, dass Levke ebenso dem jüdischen Glauben angehört, kann Endres sein Glück nicht fassen. Doch das Glück wird getrübt, denn Hinnerk hat auch ein Auge auf Levke geworfen, und versucht nicht nur einmal sein Glück bei der Schäferstochter. Als seine Übergriffe kaum noch zu vertreten sind, fliehen Endres und Levke mit Levkes Vater. Bei der Flucht geraten sie in die schlimme Flut, die viele Inseln verwüstet hat. Doch Hinnerk verfolgt die beiden und spürt beide auf. Können Levke und Endres sich gegen Hinnerk wehren? Und welche Rolle spielt die Okarina?

Von diesem Buch wurde ich nicht enttäuscht. Die Stimmung des Buches lässt einen in eine vergangene Welt abtauchen, es blieb spannend, geschichtlich lehrreich und die Liebesgeschichte war nicht zu seicht. Die Charaktere waren wunderbar ausgearbeitet und hatten die erforderliche Tiefe. Das einzige, was ich derzeit zu bemängeln habe, ist dass die Flöte, sprich die Okarina eine sehr geringe Rolle spielt. Der Titel ist toll, verführt hier aber dazu, etwas mehr zu erwarten als ein Bindeglied zwischen zwei Zeitachsen.

Dennoch ein schönes Buch für ein paar gemütliche Lesestunden.

[LBM2019] Leipziger Buchmesse 2019

Nachdem viele schon gepostet haben, dass ihre Presseakkreditierung durch ist, darf ich auch feierlich verkünden: ich hab auch eine, und ich hab mich mega gefreut, als ich die Bestätigung bekommen habe. Somit werde ich am Freitag da sein, wenn auch nicht den ganzen Tag. Dafür werde ich mit meiner besseren Hälfte am Samstag die Messe unsicher machen.

Der bisherige Plan sieht bisher so aus:

Freitag:

11:00 Lesung von Lars Kepler bei Bastei Lübbe

Samstag:

13:00 – 14:00 Lesung von Matthias Lühn aus Pakt der Diebe

14:30 -16:00 Bloggertreffen vom Acabus Verlag

Rund um die anderen Termine versuche ich natürlich, mich an den Ständen von meinen Lieblingsverlagen (Ronin Hörverlag, Amrun Verlag, Acabus Verlag, Talawah Verlag, SadWolf Verlag, Schwarzer Drachen Verlag und dem Büchner Verlag) sehen zu lassen.

Aber: Ich werde auch viel unterwegs sein, und euch mit Goodies versorgen, denn ich habe viele Goodietüten mit Lesezeichen dabei. Wenn ihr mich also entdeckt, sprecht mich ruhig an. ❤

Neuzugänge März 2019

Auf Instagram hab ich ja schon angedeutet, dass in den letzten Wochen einiger Lesestoff bei mir eingezogen ist. Meine Neuzugänge mag ich euch heute vorstellen.

Zum einen kam vom Ronin Hörverlag pressfrisch das Hörbuch „Pakt der Diebe – Empire of Storms“ von Jon Skovron, gelesen von Matthias Lühn. Ich hab die ersten Kapitel schon hinter mir, und ich liebe die tiefe Stimme von Matthias Lühn sehr. Besonders Sadie gefällt mir mit ihrem vorlauten Mundwerk.

Dann kam natürlich auch der Phantastische Reiseführer passend zur Leipziger Buchmesse zu mir. Vielen vielen lieben Dank an den Verlag der Schatten für das zur Verfügung stellen. Ich habe beim Durchblättern ein Buch entdeckt, was ich sofort haben wollte.

Und zwar „Mr. Barnacals Schildkröte“ von Lisa Brenk, erschienen im Wölfchen Verlag. Mir hat das Cover so sehr gefallen, weil es mich an die Wachskratzbilder aus der Grundschule erinnert hat. Nur dass hier ein Profi am Werk war mit der Covergestaltung und bei mir nicht. 😉

Ein weiteres Knallercover ist „Mondstaub und Sternenstürme“ von Maja Köllinger aus dem Drachenmond Verlag. „Madness“ von Maja hab ich bereits letztes Jahr verschlungen, und es war perfekt.

In meinem Berliner Buchladen um die Ecke „Menger“ habe ich zwei Bücher entdeckt, die ich unbedingt haben musste. Zum einen „Alles was du fürchtest“ von Peter Swanson. Hier hat mir die Gestaltung des Covers besonders gefallen, diese Mischung aus schwarzen Kästchen und türkisfarbenen Vorhängen.

Im gleichen Buchladen fiel mir in der Kinderabteilung das Buch „Der Detektiv von Paris – Das abenteuerliche Leben des Francois Vidocq“ aus dem Überreuter Verlag in die Hände. Seit ich vom Sherlock Holmes Fieber infiziert bin, möchte ich noch mehr Kriminalgeschichten lesen, und Vidocq hat wohl eine entscheidene Rolle bei der Entstehung von Sherlock Holmes gespielt.

Auch beim Schwarzer Drachen Verlag ist man fleißig, und ich darf Monika Grasls Buch „Das Land zwischen den Welten – Die Rückkehr der Seelen“ lesen. Monikas Schreibstil gefällt mir sehr gut, denn ich habe diese richtig nette Autorin bei „Caspar, Melchior und Balthasar“ kennen lernen dürfen.

Das vorletzte Buch, was mich bisher erreicht hat, ist von Franziska Lange „Das Aquarium“ aus dem SadWolf Verlag. Mit dem SadWolf Verlag darf ich neuerdings auch zusammen arbeiten, und es gefällt mir sehr gut bisher. Das Aquarium durfe ich als Rezensionsexemplar aussuchen. ja, ja auch mal wieder eine Coverentscheidung. 😛

Nun zum letzten Buch, das als eBook bei mir einziehen durfte. Am Freitag hatte die liebe Jules Melony Release-Day, und Jules hat im Amrun Verlag ihr neues Buchbaby „Auf der Suche nach Licht (Pictures 2)“ veröffentlicht. Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Was bleibt, sind Schatten“ und beide Bücher sind sehr empfehlenswert.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Leseempfehlungen aussprechen. Die Rezensionen folgen auch bald.

Frohes Lesen!

[Rezension] Graham Moore – Der Mann, der Sherlock Holmes tötete

Harolds größter Traum geht in Erfüllung: er wird offiziell zum Mitglied der Baker Street Irregulars aufgenommen. Doch dieser Abend birgt auch eine gewisse Tragik mit sich, denn Alex Cale wird tot auf seinem Hotelzimmer aufgefunden. Zuvor hatte Cale noch angekündigt, dass er das für immer verschollene Tagebuch des Arthur Conan Doyles gefunden hatte. Doch der Tod von Alex Cale gibt Rätsel auf, zudem das Tagebuch auch nicht auffindbar ist. Und so macht sich Harold mit der Journalistin Sarah auf die Suche nach dem mysteriösen Tagebuch, denn beide vermuten, dass dies der Schlüssel zum Mörder ist, der Cale umgebracht haben soll. Doch wurde Alex Cale wirklich umgebracht? Gleichzeitig birgt das Tagebuch auch eine Reise in die Vergangenheit: Wie kam es zu diesem geheimnisumwobenen Tagebuch, und was hatte Arthur Conan Doyle Brisantes zu berichten, dass soviel um dieses Tagebuch spekuliert wurde? Denn zu der Zeit, als Doyle das Tagebuch verfasst hat, hasst ihn die ganze Welt. Schließlich hat Doyle seinen Charakter Sherlock Holmes getötet, was ihm seine treue Leserschaft mehr als nur verübelt. Mit seinem treuen Freund Bram Stoker begibt sich Doyle in seiner Sherlock Holmes freien Zeit nun selbst auf eine ermittlerische Reise. Es geht ein Mörder um, der junge Bräute ins Jenseits befördert und Doyle fühlt sich berufen, diesen Fall aufzuklären. Können die Ermittlerteams Sarah/Harold und Doyle/Stoker Sherlock Holmes und Dr. Watson alle Ehre machen und ihre Fälle lösen? Und kann ihnen das ominöse Tagebuch helfen?

Graham Moore hat hier eine Hommage an Arthur Conan Doyles wichtigste Figur geschrieben. Sherlock Holmes kennt fast jeder und Moore hat seine Protagonisten in einen Mordfall verwickelt, dessen verzwickte Geschichte sie ganz im Stile Holmes lösen müssen. Für diesen Mordfall stehen den beiden keine modernen Hilfsmittel zur Verfügung, und so müssen sie mit reiner Logik den Fall versuchen zu lösen. Gleichzeitig führen sie Cales Erbe weiter, das ominöse Tagebuch zu finden. Doch Harold muss immer wieder Hindernisse überwinden, denn Sarah scheint nicht immer vertrauenswürdig zu sein. Auch legt ihm Sebastian Doyle – ein Erbe Arthur Conan Doyles – Steine in den Weg und trachtet Harold nach dem Leben.

Moore erzählt in einem zweiten Erzählstrang, wie es Arthur Conan Doyle ergeht, als dieser neue Wege einschlagen möchte und sich von seinem Protagonisten Holmes trennt. Dieser hat ihm zwar bisher ein gutes Leben finanziert, doch Doyle hat die Schnauze gestrichen voll von Holmes. So reagiert Doyles Umfeld mit Hass und Trauer, doch Doyle fühlt sich als das unschuldige Opfer und ist wütend: Wie kann es angehen, dass Holmes mehr Ruhm einheimst als er als Schaffer des Protagonisten? Selbst seine Mutter wünscht sich, dass Doyle nicht mit seinem Namen die Bücher unterschreibt, sondern als Holmes.

„Der Mann, der Sherlock Holmes tötete“ ist eine Hommage an Arthur Conan Doyle, der einen der berühmtesten Detektive erschaffen hat. Im Stile Doyles hat Graham Moore seine Ermittler ohne viel TamTam die Fälle lösen lassen. Moore verpackt die Geschichte und den Mythos, der bis heute wirklich nicht ungebrochen ist, in eine moderne Geschichte. Eine gewisse Spannung wird durch das Buch hinweg aufgebaut, ohne reißerisch zu sein. Beide Handlungsstränge werden abwechselnd erzählt. Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat aus Doyles Büchern und wird grafisch liebevoll mit einer kleinen Grafik aufgewertet. Was mir auch sehr gut gefällt, dass Graham Moore seine Hausaufgaben gemacht hat, denn das Buch basiert auf sehr vielen Fakten, denn die Baker Street Irregulars gibt es wirklich. Auch wenn mir insgesamt das Buch recht gut gefallen hat, hatte ich Schwierigkeiten , mich mit den Charakteren anzufreunden. Als Dracula-Fan freue ich mich natürlich über den Auftritt Bram Stokers im Buch, dennoch blieben die meisten Charaktere wie Harold oder Sarah sehr oberflächlich. Ein paar Ecken und Kanten mehr hätte ich sehr passend gefunden.

Dennoch gerade wegen der Aufmachung und der Geschichte um Sherlock Holmes ein sehr lesenwertes Buch.

Thrill Week

Thriller liegen ja bei mir immer recht weit oben in meiner Leseliste. Umso mehr freue ich mich, wenn es anderen genauso geht. Und so darf ich euch verraten, dass es beim Ronin Hörverlag die Thrill Week gibt.

Drei ausgewählte Blogger werden diese Aktion tatkräftig unterstützen!

Am Dienstag geht es passend mit „Tuesday Falling“ von Stephen Williams los, das im bethrilles Label vom Bastei Lübbe Verlag erschienen ist und von Katja Sallay gelesen wird. Vorgestellt wird dieses Werk von ThrillJunkie.

Am Mittwoch geht es weiter bei The Anna Diaries! Anna stellt den Hexenkessel von Martin Krist (cooler Typ!!) vor, erschienen bei R&K. Ich finde, Stefan Lehnen passt da super dazu.

Den Abschluss am Donnerstag gibt es bei beim Buchbahnhof mit der „Rache der Orphans“. Auch dieses Werk hat Stefan gelesen, geschrieben von Gregg Hurwitz und erschienen bei HarperCollins Germany.

Da ich bisher die Hörbücher bisher nur vom Titel her kenne, bin ich gespannt, welche spannende Reise uns hier erwartet. Denn ich denke, diese Bücher wurden nicht umsonst für die ThrillWeek ausgesucht.

Vorbeischauen lohnt sich, denn bei meinen wunderbaren Mitbloggern gibt es auch etwas zu gewinnen!

Gib Depressionen und Panik keine Chance

Ich möchte heute mal ein paar ernstere Worte loswerden. In den letzten Jahren hat sich die Anzahl derer, die an Depressionen und Panikattacken leiden, gesteigert. Mag man früher sowas nicht so offen kommuniziert haben, oder es anders genannt haben, schmälert es dennoch nicht die Schwere einer psychischen Krankheit. Viele – nicht alle – körperlichen sieht man den Menschen an. Ein gebrochenes Bein zum Beispiel. Den Bruch gipst man ein, und muss an Krücken laufen, und in der Regel verheilt so ein Knochenbruch sehr schnell. Doch sieht man dem anderen eine psychische Krankheit an? Sieht man einem anderen an, dass er/sie heute morgen echte Schwierigkeiten hatte, aufzustehen, um in die Firma zu kommen? Dass selbst das Zähneputzen heute morgen schon wieder zuviel war? Ja, manche körperliche Krankheiten sieht man auch nicht immer. Aber oft herrscht hier großes Mitleid, es fällt vielen leichter zu helfen. Doch bei einer psychischen Krankheit heißt es oft: reiß dich mal zusammen! Andre schaffen das auch! Ist doch nicht so schlimm! Doch, es ist schlimm! Schlimmer, als man es manchem ansehen kann. Und so einfach ist es leider nicht, etwas dagegen zu tun. Es fehlt vielen schlicht und einfach die Kraft, etwas zu ändern, oder sogar Hilfe anzunehmen.

Auf diese Zeilen hat mich die Autorin Carmen Schneider gebracht. Sie hat an einem Wettbewerb von Bookdate Leipzig teilgenommen, bei dem es um das Thema Depressionen ging. Da mir ihr Beitrag am besten gefallen hat, verlinke ich ihn euch hier bei Instagram.

Falls ihr in so einer Situation seid, bitte holt euch professionelle Hilfe! Gebt euch nicht auf! Wenn ihr Hilfe benötigt, wendet euch bitte an eine dieser Beratungsstellen.

https://www.seelischegesundheit.net/themen/psychische-erkrankungen/therapie-und-behandlung/beratungsstellen

[Rezension] Katharina Wolf – Mein Herz, dein Kopf und ein Universum dazwischen

Auch wenn Liebesromane nun nicht ganz zu meinem Topgenre gehören: eine Katharina Wolf gehört gefälligst trotzdem ins Pflichtbücherregal. Katharinas Schreibstil ist erfrischend, und ich mag ihre Leichtigkeit und humorvollen Stil.

Und so kam es, dass ich ihr Buch mit dem genialen Titel „Mein Herz, dein Kopf und ein Universum dazwischen“ recht schnell durch hatte.

Sebastian hat sein Coming Out als Schwuler. Während er und seine Familie damit recht locker umgeht, hat Hiro so seine Schwierigkeiten damit. Hiro tritt in einer Schwulenbar in Sebs Leben. Die beiden verlieben sich recht schnell ineinander, aber Hiro blockt in gewissen Momenten immer wieder ab. Seb zweifelt an sich, und fragt sich, warum Hiro ihn in gewissen Momenten einfach abserviert. Und was haben die Briefe in seiner Schublade damit zu tun?

Ich finde diesen Titel wirklich klasse, denn er sagt soviel aus. Liebe ist nicht immer nur Herz, es ist auch manchmal ein großer Batzen Vernunft, und manchmal liegen Universen dazwischen. Ein gelungener Titel. Auch das Cover ist sooo schön gestaltet.

Ja, in diesem Buch geht es um Liebe. Und ja, ich habe auf dieses Ende spekuliert. Aber zwischen Anfang und Ende liegt eine wundervolle Zeit, bei der ich sagen muss: sie hätte nebenan passieren können. Ich bin nun nicht der große Romantiker, und deswegen immer etwas kritisch bei Liebesromanen, aber ich muss sagen: nein, das Buch hat nicht vor Schnulz getrieft. Diese Geschichte hätte nebenan passieren können, sie ist real, und sie ist perfekt. Must read in 2019!

Well done, Katharina! Weiter so.